Header
Blumen Augentrost - Euphrasia officinalis Küchenschelle - Pulsatilla vulgaris Zaunrebe - Bryonia cretica Eisenhut - Aconitum napellus Ringelblume - Calendula officinalis
Sie sind hier:
Wissenschaft > Definition

Was ist Wissenschaft?

Wissenschaft ist als sozialer Prozess in einem stetigen Wandel.

Wissenschaft ist an Traditionen gebunden und ein Kulturbereich. Die Wissenschaft liefert daher nicht automatisch immer besseres Wissen, sondern ein unüberschaubares Konvolut an immer mehr Daten und Sichtweisen, die von vielen Interessen sowie unterschiedlichen Denkstilen und Denkkollektiven geprägt sind.
 

Wissenschaftsentwicklung

Die zunehmende Wissenschaftsentwicklung fördert die Spezialisierung. Wissenschaftler überblicken nur mehr ihr eigenes Fachgebiet. Das wird in der Medizin zum Problem. Ärzte sind nicht mehr in der Lage, die gesamte Medizin zu überblicken.

Die Wissenschaftsentwicklung setzt die Arbeitswelten unter Druck. Vorschriften und Dokumentation machen selbst einfache Prozesse immer komplizierter. Für viele Menschen wirkt diese Entwicklung bedrohlich. Das zunehmende Wissen bleibt für die meisten unverständlich. Es ist unmöglich, einen Überblick zu behalten. Da sich Wissenschaftler häufig widersprechen, sind Zweifel angebracht, ob alle wissenschaftlichen Aussagen richtig sind. Das bewirkt Unsicherheit, insbesondere in Umweltfragen, Ernährung und Medizin.

Um die Wissenschaft besser zu verstehen, stellen sich grundlegende Fragen:

  • Was ist Wissenschaft überhaupt?
  • Wie kann man Wissenschaft sinnvoll nutzen?
     

Beobachtung

Wissenschaft beginnt mit Beobachtung.

Seit Aristoteles geht es in den Wissenschaften um die Frage, „wie aus systematischer Beobachtung Erkenntnis abgeleitet werden kann und wie die zugrundeliegenden Gesetzmäßigkeiten beschrieben werden können“. 1

Wissenschaft betreiben bedeutet also „systematische Beobachtung“, die dokumentiert und ausgewertet wird. Daraus versucht man Gesetzmäßigkeiten abzuleiten, um die Beobachtungen zu erklären.
 

Definition

Als „Wissenschaften“ werden sowohl die wissenschaftlichen Methoden als auch das damit erworbene Wissen verstanden. Da sich das Wissen laufend ändert, ist die Wissenschaft selbst nicht beständig, weil sie nur das augenblickliche Wissen widerspiegelt.1

Aufgrund der vielen Wissenschaftsbereiche und der extrem unterschiedlichen und komplexen wissenschaftlichen Methoden ist keine einheitliche Definition von „Wissenschaft“ möglich.

Wissenschaft kann nur allgemein definiert werden.
 

Brockhaus

Die Brockhaus-Enzyklopädie beschreibt Wissenschaft:2

  • Wissen einer Epoche, das in einem Begründungszusammenhang steht und systematisch gesammelt, gelehrt und tradiert wurde.
  • Die wissenschaftlichen Methoden „richten sich nach den jeweiligen Gegenständen“, um nachvollziehbare Forschung und Erkenntnis zu ermöglich sowie gesichertes, nachprüfbares und kommunizierbares Wissen zu erwerben.
  • Die Wirklichkeit von Natur, Gesellschaft und Geist wird als Wissensbestand der Gesellschaft erfasst und institutionalisiert.
     

Science Council

Der britische „Science Council“ definiert ebenfalls sehr allgemein:3

  • Wissenschaft ist das Betreiben und Anwenden von Wissen und Erkenntnis über die natürliche und soziale Welt nach systematischen, evidenz-basierten Methoden.
     

Fazit

Die Definitionen verweisen auf den systematischen und sozialen Aspekt von Wissenschaft. Wissenschaft umfasst Natur, Gesellschaft und Geist.

Für die Wissenschaften gelten verbindliche Regeln:

  1. Wissenschaft kann jedes systematisch gesammelte, zusammenhängende, kommunizierbare, nachprüfbare und angewandte Wissen sein.
  2. Die wissenschaftlichen Methoden richten sich nach dem Gegenstand ihrer Untersuchungen. 
  3. Der Gegenstand der Medizin der kranke Mensch mit allen körperlichen und seelischen Beschwerden.


Literatur

  1. Wölk 2016
  2. Brockhaus 1994
  3. Science Council 2017
     

PDF

PDF mit Literaturangaben

 

Startversion: 25.7.2017
Autor: Friedrich Dellmour